Langfassung der Geschichte unseres Vereins

Geschichte des Vereins 1889 – 2011

Im Vorsommer des Jahres 1889 traten im Lokal der Ww. Franke (jetzt Erlemann) mehrere Herren zu einer Vorbesprechung zusammen, zwecks Gründung eines Gesangvereins. Nach reger Aussprache und reiflicher Erwägung des Für und Wider wurde beschlossen, zunächst mit weiteren Kreisen Fühlung zu nehmen und dann eine neue Versammlung anzuberaumen. Diese fand statt am16. Juni 1889. Das Ergebnis der Beratungen war die Gründung des Vereins, der am genannten Tage unter dem Namen ”Männergesangverein Nordenfeldmark” ins Leben trat. Zweck desselben sollte in erster Linie sein, die Pflege des mehrstimmigen Männergesanges sowie Belebung des geselligen Vergnügens. Die in der Gründungsversammlung vorgenommene erste Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Kuhlmann 1., Birtz 2. Vorsitzender, K. Dödter. und K. Vogel 2. Schriftführer und Karl Pröpper Kassierer. Zum Dirigenten wurde Herr Albert Kleinsorge ernannt, der sich um das Zustandekommen des Vereins große Mühe gegeben hatte.

Das erste Auftreten des jungen Vereins erfolgte am zweiten Weihnachtstage 1889 im Saale des Wirtes Schneider (jetzt Drees). Das Dargebotene erntete reichen Beifall und hatte den Erfolg, dass die Zahl der Vereinsmitglieder stetig zunahm.
Im August1891 wurde das erste Sommerfest des Vereins durch ein Vokal- und Instrumentalkonzert, verbunden mit Fahnenweihe, gefeiert. Das Fest nahm unter zahlreichem Besuch der Bürgerschaft einen allseitig befriedigenden Verlauf.
Von nun an ist es dem Verein vergönnt gewesen, alljährlich die üblichen Feste unter reger Anteilnahme der Mitglieder und der Bevölkerung zu feiern.

Der Verein hatte auch mit größeren Schwierigkeiten zu kämpfen, zumal ein großer Teil der Sänger Bahnbeamte und Arbeiter waren, die wegen ihres unregelmäßigen Dienstes am Besuch der Gesangstunden recht oft verhindert waren. Trotzdem konnte der Verein wiederholt bei kirchlichen und patriotischen Feiern durch gesangliche Darbietungen mitwirken und auch an den Festen der Brudervereine teilnehmen.

Nach Errichtung der Herz-Jesu-Pfarrei übernahm der Verein auch den Kirchengesang, bis in späteren Jahren ein selbständiger Kirchenchor sich bildete.

Am 20. Februar1903 wurde das 25jährige Papstjubiläum Papst Leo XIII. von den katholischen Pfarrgemeinden Hamms festlich begangen. Aus Anlass dieses Ereignisses fand eine gemeinsame Feier unter Mitwirkung der kath. Männergesangvereine statt, bei der auch unser Verein mitwirkte.
Bei der Feier des 50jährigen Priesterjubiläums Papst Pius X. am 20. September 1908 nahm der Verein durch Mitwirkung bei den gesanglichen Darbietungen teil.

Der Westfälische Provinzialsängerbund, welchem der Verein im Jahre1908 beigetreten ist, feierte am 3. und 4. Juli 1910 am Fredenbaum in Dortmund sein erstes Bundesfest. Ein Chor von 5000 Sängern, dem sich auch unser Verein angeschlossen hatte, brachte unter der Leitung des Königlichen und Städtischen Musikdirektors Herrn Laugs-Hagen und des Universitäts-Musikdirektors Dr. Niessen-Münster in der eigens zu diesem Zweck errichteten Festhalle mehrere größere Chöre zu Gehör.

Im Jahre 1909 konnte die Grafschaft Mark auf ihre 300jährige Zugehörigkeit zur preußischen Krone zurückblicken. Aus diesem Anlass fand auf der Hohensyburg eine große Feier statt, wobei auch der Kaiser und die Kaiserin zugegen waren. Bei dieser Gelegenheit trug ein Chor von 1500 Sängern des Westfälischen Provinzial Sängerbundes unter Mitwirkung unseres Vereins einige Lieder vor.

Aus demselben Anlass fand im Mai des gleichen Jahres auf dem hiesigen Bürgerschützenhof eine Gedenkfeier statt. Von den vereinigten Gesangvereinen Hamms wurden dabei mehrere Chöre zu Gehör gebracht, wobei auch unser Verein mitwirkte.

Am 18. Oktober 1911 wurde von der Stadt Hamm aus Anlass der 100jährigen Wiederkehr des Tages der Völkerschlacht bei Leipzig auf dem Hardinghauser Knapp ein Freudenfeuer abgebrannt. Sämtliche Gesangvereine Hamms unter der Leitung des Königlichen Seminarmusiklehrers Herrn Fick trugen durch ihre gesanglichen Darbietungen zur Verschönerung der Feier bei.

Im Mai 1912 wurde der Name des Vereins in Gesangverein ”Konstantia” abgeändert.

Die Feier zum 25jährigen Vereinsbestehen fand am Sonntag, dem 28. Juni 1914 im Lokal Erlemann statt, verbunden mit einem Festkonzert unter der Leitung des Dirigenten Herrn Lehrer Josef Cordes. Hierbei wirkten als Solisten Herr Kaufhold, Dortmund (Tenor) und Herr Kleinsorge, Offenbach (Bariton), sowie die Stadtkapelle Münster unter der Leitung von Musikdirektor Viegener mit.

Bei der Jubilarehrung konnten 5 Mitglieder, die seit der Gründung dem Verein ununterbrochen angehört hatten, für 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. Es waren dies K. Pröpper, A. Schröder, J. Steins, A. Thiemann und A. Westerhoff.  Kurze Zeit nach diesem Jubiläum wurde die Vereinsarbeit durch den 1. Weltkrieg jäh unterbrochen.

Nach Kriegsende fanden sich die Sänger sofort wieder zusammen, um den Verein zu neuem Leben zu erwecken. Bereits 1921 zählte der Verein wieder 242 aktive und passive Mitglieder. Am 12. Mai 1929 konnte der Verein sein 40jähriges Vereinsbestehen feiern. Aus diesem Anlass fand im Saal des Lokals Erlemann ein großes Festkonzert statt. Zum Chor gehörten zu dieser Zeit 65 aktive Sänger. Am 10. März 1934 wurde ein Frauenchor gegründet, dem sich eine stattliche Anzahl Frauen anschloss. So war es möglich, die alljährlich stattfindenden Konzerte abwechslungsreich zu gestalten.
Am 12. Deutschen Sängerbundesfest 1937 in Breslau nahm eine Abordnung des Vereins mit der Vereinsfahne teil.
Im Jahre 1939 konnte der Verein auf sein 50jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Ereignis sollte festlich begangen werden. Die Vorbereitungen hierfür waren in vollem Gange, als der 2. Weltkrieg ausbrach und der Tätigkeit des Vereins wiederum ein jähes Ende setzte. Dieses Ende schien vollkommen, als das Vereinslokal Erlemann völlig ausbrannte. Dabei wurden sämtliches Notenmaterial sowie fast alle Vereinsunterlagen vernichtet. Die Vereinsfahne aus dem Jahre 1891 allein überstand auch den 2. Weltkrieg.

Dem damaligen Vorsitzenden Clemens Bender ist es zu verdanken, dass der Verein bereits Anfang 1946 den Gesangstundenbetrieb wieder aufnehmen konnte. Die vorläufige Leitung des Chores übernahm bereitwillig der Ehrendirigent Herr Josef Cordes. Da das Notenmaterial völlig zerstört war und neue Noten zu der Zeit nirgendwo zu kaufen waren, behalf man sich zum Teil mit selbstgeschriebenen oder von anderen Vereinen ausgeliehenen Noten. Dem unermüdlichen Bemühen des damaligen Vorsitzenden Cl. Bender ist es auch zu verdanken, dass der Verein schon nach kürzester Zeit wieder über eine reiche Auswahl an eigenem Notenmaterial verfügte. Als im Jahre 1947 der Ehrendirigent, Herr Cordes, bat, ihn vom Amt des Chorleiters zu entbinden, erklärte sich Herr Adolf Mühlenschulte bereit, dieses Amt zu übernehmen. Im Jahre 1948 veranstaltete der Verein sein erstes öffentliches Konzert nach dem Kriege. Da im nördlichen Stadtteil kein Saal zur Verfügung stand, fand dieses Konzert in einem Zelt im Hofe des Vereinslokals statt.

Weil das 50jährige Vereinsbestehen nicht mehr gefeiert werden konnte, entschloss man sich, im Jahre 1949 das 60jährige Bestehen festlich zu begehen. Unter Teilnahme mehrerer Hammer Gesangvereine fand am 18. September 1949 in einem Zelt im Hof des Vereinslokals ein Festkonzert statt. Tags zuvor wurden im Verlaufe der Festveranstaltung 2 Sänger für 50jährige Mitgliedschaft, 1 Sänger für 40jährige und 21 Sänger für 25jährige Mitgliedschaft geehrt und ausgezeichnet.

Auch in den folgenden Jahren fanden die Konzerte in einem Zelt statt.

Ein Zelt ist, zumal für ein Chorkonzert, kein geeigneter Ersatz für einen Saal. Da aber in Hamm-Norden kein Saal zur Verfügung stand, entschloss man sich 1954, ein Konzert im Kurhaussaal zu veranstalten. Dieses erste Konzert im Kurhaus fand großen Anklang bei der Bevölkerung. Die Eintrittskarten hierfür waren bereits vor dem Konzert ausverkauft und der Kurhaussaal beim Konzert selbst bis auf den letzten Platz besetzt. Dieser Erfolg gab den Anlass dazu, nunmehr alljährlich im großen Kurhaussaal ein Konzert zu veranstalten. Dass diese Konzerte in weiten Kreisen der Bevölkerung großen Anklang gefunden hatten, beweist die Tatsache, dass der große Kurhaussaal fast immer voll besetzt war.

Im Jahre 1955 konnte sich der Verein ein eigenes Klavier anschaffen. Als im Jahre 1957 der Verein den Betrieb einer hiesigen Brauerei besichtigte, traf man dort den Männergesangverein Iburg 1891, der ebenfalls zu einer Besichtigung der Brauerei nach Hamm gekommen war. Die beim Gesang dort geschlossene Freundschaft hat schon gute Früchte getragen, denn schon im Sommer des Jahres 1958 war der Verein Gast bei den Sängern in Iburg, um mit ihnen ein gemeinschaftliches Konzert zu veranstalten. Der Chor aus Iburg nahm daraufhin eine Einladung nach Hamm gerne an und wirkte bei unserem Konzert am 4. Oktober 1959 erfolgreich mit. Die Sänger aus Iburg hatten sich auch gern bereiterklärt, bei unserem Festkonzert am 6. September 1964 anlässlich des 75jährigen Vereinsbestehens mitzuwirken.

Zur Eröffnung der Feierlichkeiten zum 75jährigen Bestehen des Vereins fand am 6. September 1964 im großen Kurhaussaal ein Festkonzert statt. Mitwirkende waren der Männergesangverein Iburg, der Opernsänger Bodo Müller-Grosse von den Städt. Bühnen Osnabrück und das Orchester Heinrich Robert. Das Konzert war sehr gut besucht, und die Darbietungen fanden großen Anklang bei den Zuhörern. Dieses wurde durch die positiven Kritiken der Tageszeitung bestätigt. Die eigentliche Jubiläumsfeier war am 13. September 1964 im Ballsaal des Kurhauses. An der Feier nahmen teil der Oberbürgermeister Werner Figgen, der Vorsitzende des Sängerbundes Nordrhein-Westfalen, Erich Schuhmacher, und der Vorsitzende des Sängerkreises Hamm, Konrad Althaus. Mit eindrucksvollen Festansprachen wurden die besonderen Leistungen des Vereins gewürdigt. Abgerundet wurde diese schöne Feier durch Liedvorträge folgender Gesangvereine: MGV Hamm-Nordenfeldmark, Quartettverein Liedertafel 1845, MGV Arion, Volkschor Bockum-Hövel, Männergemeinschaft 1873 Sängerlust, MGV Werries und dem MGV Ostwennemar. Für die zu einer gelungenen Feier dazugehörige Stimmung sorgte der anschließende Sängerball.

Zum Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeiten wurden am 26. September im Vereinslokal Dieckmann der 1. Vorsitzende Heinrich Lange und der Sangesbruder Willi Lange für 40jährige Sängertätigkeit mit der Ehrennadel des Sängerbundes ausgezeichnet. Für 40jährige Vereinszugehörigkeit wurde den Sangesfreunden Ferdinand Schade und Theodor Pälmke die goldene Vereinsnadel überreicht. Der Chorleiter, Herr Mühlenschulte, bekam für 25jährige Dirigententätigkeit die Ehrennadel und Urkunde des Sängerbundes.

Die folgenden 25 Jahre brachten dem Verein viele Höhepunkte, die im Rückblick dazu berechtigen, eine stolze Bilanz zu ziehen. Es würde zuviel, alle Konzerte und gesanglichen Veranstaltungen des Chores einzeln aufzuzählen, beschränken wir uns darum auf eine grobe Zusammenfassung.

In jedem Jahr wurde ein größeres Konzert veranstaltet. Außer diesen, meist im Frühjahr oder Herbst durchgeführten Konzerten, wurde fast jährlich ein Advents- bzw. Weihnachtskonzert gegeben. Der Erfolg unserer Aufführungen war an der stets großen Zuhörerresonanz festzustellen. Je nach Art der Konzerte wirkten das Akkordeonorchester Bockum-Hövel, die Mandolinenorchester Herringen und Bockum-Hövel, der Jagdbläserchor und der Posaunenchor der Johannes-Gemeinde mit. Die Advents- und Weihnachtskonzerte der letzten 8 Jahre wurden in wechselseitiger Zusammenarbeit mit den von unserem jetzigen Chorleiter, Michael Tegethoff, betreuten Chöre aus Welver, Werne, Lipperode, Lipperbruch und Overhagen gestaltet. Außerdem beteiligte sich der Chor des öfteren an der Gestaltung der Messen in verschiedenen Kirchen, auch in der Barbara-Klinik und an Freundschaftssingen bei anderen Chören. In der Justizvollzugsanstalt wurden einige Konzerte mit dem Akkordeonorchester Bockum-Hövel gegeben. Um älteren und kranken Menschen eine kleine Freude zu bereiten, hatten wir in diesem Zeitraum zahlreiche Auftritte in Altenheimen und Krankenhäusern. Bei Konzert-Veranstaltungen des Sängerkreises hat der Chor oft mitgewirkt. Auch bei Bezirksfesten, beim Neujahrsempfang unseres Stadtteils und zur Landesgartenschau gaben wir einige Liedvorträge. Am Tag des Liedes leisteten wir auch stets unseren Beitrag.
Mit dieser Bilanz kann der Verein mehr als zufrieden sein, denn fünf bis acht Auftritte jährlich, außer den zwei größeren Konzerten, waren die Regel; im Jahr 1981 trat der Verein sogar 15 mal an die Öffentlichkeit. Das Weihnachtskonzert in der Kirchengemeinde Herz Jesu wurde auf Schallplatte aufgenommen. Außerdem beteiligte sich der Chor an einer Schallplattenaufnahme von mehreren Gesangvereinen und Instrumentalgruppen in der Sachsenhalle, die von der Stadt Hamm organisiert wurde.

Eine Veranstaltung sollte besonders hervorgehoben werden. Im Jahr 1974 wurde im großen Saal des Kurhauses unter der Trägerschaft der Stadt Hamm gemeinsam mit dem Akkordeonorchester Bockum-Hövel ein Unterhaltungsabend gestaltet. Der Erlös kam der ”Aktion Sorgenkind” zugute. Nicht nur dieser Fall zeigt, dass die Sängerinnen und Sänger des Chores nicht nur den Frohsinn lieben, sondern dass sie auch Verständnis für die Sorgen und Nöte der Mitmenschen aufbringen. So wurden von dem Verein und von den Angehörigen des Chores für die ”Welthungerhilfe”, aber auch für die Lebenshilfe in unserer Stadt, Spenden in ansehnlicher Höhe erbracht.

Mit ein bisschen Stolz kann man auch von der Polenfahrt berichten. In diesem Fall ist die besondere Aktivität des damaligen 1. Vorsitzenden, Rudolf Gassmann, hervorzuheben.
Die Idee wurde geboren, als unsere 1. Schriftführerin, Agnes Weimann, die Schwiegereltern in Oberschlesien, im ehemaligen Gleiwitz, besuchte und nach ihrer Rückkehr von den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen der Bevölkerung berichtete. Der Verein fasste sofort den Entschluss zu helfen und bat in der Tageszeitung um Spenden. Die Vereine, politische Parteien und die Kirchengemeinden in unserem Stadtteil wurden persönlich angesprochen. Es war eine Freude zu sehen, mit welcher Begeisterung sich alle Mitglieder des Chores an dieser Aktion mit Spenden beteiligten und mit welchem Eifer die Sangesschwestern Geschenkpakete schnürten. Erfreulich war auch das Ergebnis, denn außer den Sachspenden (Lebens- und Reinigungsmittel sowie Medikamente) waren noch 3000,- DM auf dem Spendenkonto eingegangen. Insgesamt hatten die Spenden einen geschätzten Wert von etwa 15.000,- DM.
Nicht vergessen sei der große Einsatz und die Spendenfreudigkeit der Klasse 8 b von der Peter-Petersen-Hauptschule in Wiescherhöfen unter ihrem Lehrer Dieter Brauer, einem Schwiegersohn unseres verstorbenen Ehrenchorleiters Adolf Mühlenschulte.
Für die Fahrt wurde vom Verein ein LKW geliehen. Am 30. März 1982 traten Rudolf Gassmann und der 2. Vorsitzende, Josef Ringelkamp, mit dem leicht überladenen L KW die Fahrt nach Polen an. Beide nahmen gern die Strapazen auf sich und opferten dafür auch noch einen Teil ihres Jahresurlaubes. Nach 16 Stunden über zum Teil sehr schlechte Straßen und nach 8 Kontrollen durch Militär- und Zivilstreifen erreichte man den Zielort Laband bei Gleiwitz. Der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Marien, Ernst Janaszka, nahm die Spenden mit großer Freude entgegen. Erfreut waren auch die Kinder, die nach der Sonntagsmesse je eine Tafel Schokolade von unseren zwei Fernfahrern bekamen. An unserer 94 Jahre alten Vereinsfahne hatte die Zeit tiefe Spuren hinterlassen. Während die Unterlage und die Stickereien in einem noch guten Zustand waren, zeigte die Seide zwischen den Stickereien erhebliche Schäden. Vielerlei Vorschläge, unter anderem auch der unseres 1. Vorsitzenden, das Fahnentuch in kleinen Stücken an die Vereinsmitglieder zu verkaufen, um damit zur Finanzierung für die Neubeschaffung beizutragen, brachte letztendlich wohl nicht das richtige Ergebnis. Man wollte sich nicht von der alten, so traditionsreichen Fahne trennen, und man kam zu dem Entschluss, die alte Fahne restaurieren zu lassen. Die Weihe der von einer süddeutschen Firma erneuerten Fahne war 1985 und wurde von Pfarrer Hertwig von der Herz-Jesu-Gemeinde vorgenommen. Schirmherr der Veranstaltung war unsere Oberbürgermeisterin Sabine Zech. Sechs befreundete Chöre gaben dieser Weihestunde auf dem Festplatz des Allgemeinen Schützenvereins Hamm-Nordenfeldmark 1925 den würdigen musikalischen Rahmen. Nach der besinnlichen Handlung kamen Freude und Frohsinn nicht zu kurz! Es war ein schöner Tag.

Wie bekannt, sind Sängerinnen und Sänger keine Kinder von Traurigkeit, unser Chor macht da keine Ausnahme. Die alljährlichen Karnevalsveranstaltungen im Vereinslokal waren einer der Höhepunkte des Jahres. Ausflüge, Frühlings- und Herbstfeste wurden jährlich veranstaltet, sehr zur Freude der Chormitglieder. Als Höhepunkt der geselligen Veranstaltungen kann man aber die Teilnahme des Vereins an dem Karnevalszug in der Innenstadt im Jahre 1982 bezeichnen. In zahlreichen Stunden wurde ein Festwagen in der Form eines Schiffes von uns gebaut, der bei dem Umzug großen Anklang bei der närrischen Bevölkerung fand. Eine Fußgruppe, bestehend aus Sängerinnen in originellen Kostümen, begleitete den Wagen und wurde von den an der Straße stehenden Narren mit großer Begeisterung aufgenommen. Es war ein Erlebnis, das gezeigt hat, dass man außer singen auch noch Spaß an der Freud haben kann.

Leider bleibt auch ein Verein, bei dem im Vordergrund der Gesang und Frohsinn stehen, nicht von traurigen Ereignissen verschont.
So starb 1982 unser damaliger 1. Vorsitzender Bernhard Redicker. Als 1. Schriftführer hat er dem Verein in Folge 25 Jahre gedient, anschließend war er neun Jahre 1. Vorsitzender. Eine Bilanz, wie sie wohl selten ein Sänger aufzuweisen hat. Mit ganzem Herzen hat er sich für die Belange des Vereins eingesetzt, so dass man zu Recht sagen kann, ”er hat sich um den Verein verdient gemacht”!
Das gleiche kann man von unserem Ehrenchorleiter Adolf Mühlenschulte sagen, der 1987 verstarb. Mit einmaligem Idealismus hat er den Chor auf dem musikalischen Sektor 30 Jahre geleitet. Sein Leben war Musik, kein Opfer war ihm dafür zu groß. Er war bei uns nicht nur ein Chorleiter, der wöchentlich seine Gesangsstunden abhält, er war unser Freund, er war einer von uns. Neben unserem Chor leitete er auch noch mehrere Kirchenchöre und war Organist in der Gemeinde Maria Königin. Für seine Verdienste wurde er mit dem Wappenteller der Stadt Hamm ausgezeichnet. Vom Verein wurde er nach Beendigung seiner aktiven Tätigkeit zum Ehrenchorleiter ernannt.
Nicht zu vergessen ist, dass Adolf Mühlenschulte das Doppelquartett unseres Vereins im Jahr 1963 ins Leben gerufen hat. Schon nach kurzer Zeit war diese, aus dem Chor zusammengestellte Gesangsgruppe, weit über die Hammer Stadtgrenze hinaus, bekannt. Auch unter unserem jetzigen Chorleiter ist das Doppelquartett in den alljährlichen Konzerten regelmäßig mit einigen Darbietungen vertreten, sehr zur Freude der Zuhörer!
Dass unser Verein wieder einmal eine glückliche Hand bei der Auswahl des Chorleiters hatte, zeigte sich, als Herr Tegethoff nach dem Ausscheiden des Herrn Kaiser, der nach 2jähriger Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat, erklärte, den Chor zu übernehmen. Dieser junge, durch sein umfangreiches Musikstudium hochqualifizierte, dynamische Chorleiter hat in den fast zehn Jahren seiner Tätigkeit für unseren Chor erhebliches geleistet. Seine offene Art hat dazu geführt, dass er auch als Mensch voll zu uns gehört.

Besonders erfreulich ist, dass seit Beginn seiner Tätigkeit mehrere junge Sängerinnen und Sänger in unseren Chor eintraten und bei uns von der allgemeinen Sorge der Überalterung keine Rede sein kann!

Mit der goldenen Vereinsnadel und der goldenen Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes für über 40jährige Mitgliedschaft im Verein wurden 1987 bei einem Sängerfest die Sangesbrüder Rudolf Gassmann, Hans Erkeling und Bernhard Kuhlbusch ausgezeichnet.

Nach 25 Jahren musste der Chor das alte Vereinslokal aufgeben wegen Wechsel des Besitzers und einer für uns ungünstigen Umgestaltung des Lokals. Unser neues Domizil wurde im Herbst 1987 die Gaststätte ”Jägerhof”, Bockumer Weg 280. Von dem Besitzer H. Hagedorn wurden wir gut aufgenommen, und man kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass dieser Wechsel nicht zum Schaden des Vereins war!

Das Jahr 1989 war geprägt von den Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 100jährigen Vereinsbestehen. Die Jubiläumsfeiern begannen am 30.04.1989 mit einem Großkonzert im Hammer Kurhaus. Star des Abends war Ivan Rebroff mit seinem Balalaika-Ensemble Kalinka. Weiterhin wirkte das Mandolinenorchester Herringen mit. Vor ausverkauftem Haus wurde das Konzert für das Publikum und für die Sängerinnen und Sänger zu einem großen Erlebnis.

Am 21.05.1989 erhielten wir für das 100jährige Vereinsbestehen in Bocholt vom Kultusminister Hans Schwier die Zelterplakette.

Nach einer Messe für die Lebenden und Toten des Gesangvereins fand dann am 04.06.1989 im Schützenheim Nordenfeldmark der offizielle Empfang statt. Im August 1989 wurde Karl Lange für 40jährige Sängertätigkeit mit der goldenen Vereinsnadel und der Nadel des Deutschen Sängerbundes (DSB) ausgezeichnet. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war am 28.10.1989 das Freundschaftskonzert mit 12 weiteren Chören in der Sachsenhalle. Dem Konzert schloss sich ein Sängerball an.

Auch im Jahre 1990 hatte der Verein viele Auftritte, ließ aber die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. Hervorzuheben sind die Karnevalsfeier und der traditionelle Maigang. Hilde Lange wurde im Juli 1990 für 40 Jahre aktive Sängertätigkeit mit der goldenen Vereinsnadel und der Nadel des DSB ausgezeichnet.

Die 2-Tagesfahrt nach Kröv an der Mosel fand Ende August statt. Trotz des ausgiebigen Besuchs des Schützenballs gestaltete der Chor am folgenden Morgen das Hochamt. Auf der Rückfahrt wurde die Abteikirche Maria Laach besucht und zum Ruhme Gottes ein Lied gesungen.

Höhepunkt des Jahres war am 16.12.1990 das Weihnachtskonzert in der Johanneskirche.

1991 gab es einen großen Wechsel im Vorstand des Gesangvereins. Rudi Gassmann trat aus gesundheitlichen Gründen zurück. Neuer 1. Vorsitzender wurde Harald Müller, Josef Ringelkamp als bisheriger 2. Vorsitzender wurde durch Rüdiger Seim ersetzt.

Wegen des Golfkrieges verzichteten wir in diesem Jahr auf die Karnevalsfeier.

Im Jahre 1991 wurden Irmgard Weltermann, Maria Rossenhövel, Christine Jogereit und Hans Günter Stickling für 40jährige Sangestätigkeit geehrt.

Höhepunkt des Jahres war das Chorkonzert am 27.11.1991 im Kurhaus Bad Hamm. Unter dem Motto „Unter südlicher Sonne“ war als Stargast der italienische Tenor Luigi Mauricizzo Lega engagiert.

Nach dem Rücktritt des 1. Vorsitzenden Harald Müller führte ab Februar 1992 Rüdiger Seim die Geschicke des Vereins.

Großes hatte sich der Gesangverein in diesem Jahr vorgenommen. Erstmalig in der Vereinsgeschichte nahm der Chor an einem internationalen Chorwettbewerb teil. Die Fahrt nach Riva des Garda und die Teilnahme am Chorwettbewerb wird ein unvergessliches Erlebnis bleiben. Ein Diplom in Bronze wurde dem Verein als Lohn für die viele Mühe verliehen.

Am 28.05.1992 feierten wir zum ersten Mal im Hammer Norden den Tag des Liedes. Nach einem Gottesdienst, der auch vom Kirchenchor Maria Königin, dem Männergesangverein Werne und dem Männergesangverein Lipperbruch mitgestaltet wurde, gab es auf dem Schützenplatz Nordenfeldmark einen Frühschoppen. Nachmittags nahmen weitere 10 Chöre und der Jugendtrompeterchor Heessen am Sängerwettbewerb teil.

Das Weihnachtskonzert fand im Jahre 1992 in der ausverkauften Herz Jesu Kirche statt. Es wurde auch eine Schallplatte aufgenommen. Der Musikkritiker der Zeitung bewertete das Konzert unter der Gesamtleitung von Chordirektor Michael Tegethoff als ein „Bekenntnis des Glaubens und einem freudigen Hosianna in Erwartung des Herrn“.

Im September 1993 stellte der Gesangverein in der Volksbankfiliale im Hammer Norden die Vereinsgeschichte aus. Bei der 750-Jahrfeier des Hammer Nordens trat der Chor beim Heimatabend auf und nahm auch am Festumzug teil.

Der Offene Kanal Hamm e.V. stellte ein Weihnachtskonzert zusammen, auch der Gesangverein Konstantia war mit einer Liedaufnahme vertreten.

1994 veranstaltete der Chor wieder ein Großkonzert. Zu einer „musikalischen Reise durch Deutschland“ war der Kammersänger Gunther Emmerlich verpflichtet worden.

Im September verstarb unser Ehrenvorsitzender Heinrich Lange.

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte lenkte seit Januar 1995 eine Frau, Maria Sandhoff, die Geschicke des Vereins.

Auch im Jahr 1995 nahm der Chor an einem internationalen Chorwettbewerb teil. Dieses Mal ging es im April nach Budapest. Wir kamen wieder mit einem Diplom nach Hause.

Im Brokhoff konnten wir Ende April Josef Bussmann, Wilhelm Möllenbrink und Heinz Schwenneker für 40jährige Vereinszugehörigkeit ehren. Zur Diamantenen Hochzeit unseres Ehrenmitgliedes Fritz Pröpper sang der Verein in Drensteinfurt.

Das Jahr 1996 begann mit einem Auftritt beim Neujahrsempfang des Bezirkes Heessen, bei dem unser Ehrenvorsitzender Rudi Gassmann die Bezirksmedaille erhielt.

Am Tag des Liedes nahmen 1996 noch 11 weitere Chöre teil.

Beim Vereinsfest in der Kleingartenanlage Killwinkel ehrten wir Klara Bernhard für 40 Jahre Sangestätigkeit. Die Ehrenurkunde für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit nahm Renate Röhrig für ihren kranken Vater Bernhard Kulbusch entgegen. Eine besondere Ehrung erhielt Agnes Weimann. Für 30 Jahre Vorstandsarbeit erhielt sie die Verdienstplakette in Gold.

Nach 10 Jahren wechselten wir das Vereinslokal. Seit Januar 1997 probten wir im Pfarrheim Maria Königin. Im Februar nahmen wir am geistlichen Kreis-Chorkonzert in der Agneskirche teil.

Am 30.07.1997 verstarb nach langer Krankheit unser Ehrenvorsitzender Rudi Gassmann, den wir 4 Wochen vorher noch für 50 Jahre Sangestätigkeit geehrt hatten.

Im Oktober veranstalteten wir ein geistliches Konzert in der Kirche Maria Königin.

Höhepunkt des Jahres 1998 war eine Konzertreise nach Prag. In Karlsbad und Marienbad hatte der Chor weitere Auftritte. Im Mai verstarb unser Vereinspoet Walter Große, Verfasser unzähliger Büttenreden zu den Karnevalsfeiern. Auch die Chronik zum 100jährigen Vereinsbestehen hatte er zusammengestellt.

Am Tag des Liedes, den wir dieses Mal im Galilei-Gymnasium veranstalteten, nahmen 14 weitere Chöre teil.

Auch im Jahre 1999, 110 Jahre nach Gründung des Vereins, waren viele große und kleine Auftritte geplant.

Das Jahr begann mit einem Benefizkonzert für die Restaurierung des Altarfensters der Johanneskirche. Als weitere Chöre nahmen der MGV Werne 1904 und der MGV Lipperbruch teil. Als Trompetensolist trat Jürgen Ewert auf. Dem Konzert folgte ein gemütliches Beisammensein im Gemeindehaus.

Am 25.04.1999 fand in der Mehrzweckhalle der Karlsschule ein Freundschaftssingen statt, an dem weitere Chöre aus Hamm teilnahmen. Karl Lange wurde für 50 Jahre aktive Sangestätigkeit geehrt.

Höhepunkt des Jahres war am 28.11.1999 das große Konzert mit Gunther Emmerlich in der Herz-Jesu Kirche. Am Klavier begleitete Klaus Bender. Über 800 Zuhörer waren gekommen, das Konzert war ein voller Erfolg.

Am 01.04.2000 nahmen die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins am Kreis-Chorkonzert des Sängerkreises Hamm in den Zentralhallen und am 06.05.2000 am Freundschaftssingen des MGV Concordia Hövel im Saalbau Bockum-Hövel teil. Am 30.05.2000 gestaltete der Chor den musikalischen Rahmen zur Feierstunde der Fahnenweihe des Allgemeinen Schützenvereins Hamm-Nordenfeldmark.

Ein Höhepunkt des Jahres war über Pfingsten die Fahrt nach Dresden. Erste Station war bei heißem, sonnigen Wetter Erfurt, am späten Abend war dann die Ankunft im Quartier in Dresden. Ein Ausflug ins Elbsandsteingebirge, die Besichtigung des Pillnitzer Schlosses, der Bastei und der Festung Königsstein bei herrlichem Sommerwetter wurde am folgenden Tag absolviert. Am Pfingstsonntag gestaltete der Chor in der Garnisonkirche St. Martin einen Taufgottesdienst mit, es folgte dann eine Stadtrundfahrt und ein Rundgang durch Dresden. Bei der Besichtigung der Semperoper konnten die Sängerinnen und Sänger eine Kostprobe ihres Könnens geben. Auf der Rückfahrt am Pfingstmontag wurde noch ein Zwischenstopp in Weimar eingelegt.

Am 12.08.2000 veranstaltet der Gesangverein im Kleingarten Killwinkel ein Sommerfest mit Tanz und Tombola. Im Laufe des Abends wurden die Jubilare des Vereins geehrt: Hilde Lange für 50 Jahre aktives Singen, Ursula Haugwitz, Ferdinand Pietz und Agnes Weimann für 40 Jahre und Martha Handt, Karl-Friedrich und Magdalene Wehrenberg für 25 Jahre aktives Singen. Zum befreundeten MGV Lipperbruch ging es in diesem Jahr gleich zweimal, am 02.09.2000 zum Freundschaftssingen aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des MGV Lipperbruch und am 09.12.2000 zum Weihnachtskonzert.

Das Jahr 2001 begann zunächst mit Veränderungen im Vorstand. Der bisherige 2. Vorsitzende Ferdinand Pietz und der Beisitzer Karl-Heinz Hampel stellten sich nicht mehr zur Wiederwahl. Neue 2. Vorsitzende wurde Ulrike Schäfer. Wie in jedem Jahr fand zu Karneval die vereinsinterne Feier mit einem bunten Programm statt. Am 19.05.2001 konnten wieder etliche langjährige Sängerinnen und Sänger geehrt werden. Irmgard Weltermann und Hans-Günther Stickling für 50 Jahre aktives Singen, Elisabeth Rybka und Hildegard Seim für 40 Jahre, Albert Walkowiak und Marianne Westbrock für 25 Jahre aktives Singen. Am 15.09.2001 nahmen die Sängerinnen und Sänger am Schweigemarsch zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge in den USA und am Friedensgebet teil.

Am 11.11.2001 fand in den Zentralhallen Hamm das große Konzert mit den Schwarzmeerkosaken und Peter Orloff statt. 2000 begeisterte Zuhörer gaben den 60 Sängerinnen und Sängern des Gesangvereins und den 16 Solisten der Schwarzmeerkosaken lang anhaltenden Applaus. Zum Abschluss des Konzertes vereinten sich die Sänger zum "Gefangenenchor" aus Verdis "Nabucco".

Bei der Jahreshauptversammlung am 12.01.2002 wurde Agnes Weimann für 40 Jahre Vorstandsarbeit geehrt. Im April nahmen die Sängerinnen und Sänger wieder am Kreis-Chorkonzert des Sängerkreises Hamm teil. Für das Arboretum zwischen Galilei-Gymnasium und Maria-Königin-Kirche stiftete der Chor eine Linde und übernahm die Patenschaft. Der Pflanzaktion am 25.07.2002 schloss sich ein gemütlicher Grillabend vor dem Pfarrheim Maria Königin an. Um das geplante Weihnachtskonzert intensiv vorbereiten zu können, fuhren die Sängerinnen und Sänger am 02. und 03. November für ein Wochenende nach Billerbeck. Nach einer 3stündigen Stimmbildung durch eine Dozentin des Deutschen Sängerbundes wurden an diesem Wochenende noch 10 Stunden geprobt. Doch auch die Geselligkeit kam an diesem Wochenende nicht zu kurz. Das Weihnachtskonzert fand dann am 15.12.2002 in der vollbesetzten Maria-Königin-Kirche statt.

Bei der Jahreshauptversammlung 2003 stellte Agnes Weimann nach über 40 Jahren ihr Amt im Vorstand zur Verfügung. Sie wurde zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt. Neue Schriftführerin wurde Ruth David. Irmgard Weltermann wurde für 50 Jahre Vorstandsarbeit geehrt. Auch in diesem Jahr fuhren die Sängerinnen und Sänger zu einem intensiven Probenwochenende am 05. und 06.04. nach Billerbeck. An den Freundschaftssingen der Gesangvereine Ostwennemar, MGV Nordenfeldmark und MGV Rhynern wurde teilgenommen.

Etwas Besonderes war die Teilnahme am 20. Deutschen Chorfestival in Berlin vom 19.06. bis zum 22.06.2003. Nach einem Orientierungsbummel in Berlin am Donnerstag fand am Freitag eine große Stadtrundfahrt statt. Am dritten Tag war dann der Auftritt des Chores auf dem Platz des Heiligen Georgs in der Kategorie Operette / Musical. Mit einer Fahnenabordnung nahm der Chor an der Abschlussveranstaltung auf dem Gendarmenmarkt, wo sich mehrere Tausend Sängerinnen und Sänger versammelt hatten, teil, bevor es wieder Richtung Heimat ging.

Am 20.07.2003 fand auf dem Schulhof des Galilei-Gymnasiums ein Offenes Singen statt, der Einladung des Gesangvereins Konstantia waren 5 weitere Chöre gefolgt. Nach einem heißen Nachmittag konnte die Veranstaltung rechtzeitig vor dem großen Regen beendet werden.

Ein gemütlicher Grillabend wurde wiederum zum Anlass genommen, die Jubilare des Vereins zu ehren. Am 07.08.2003 wurden Ilse Große, Walter Kruse und Waltraud Wulff für 40 Jahre aktives Singen geehrt. Da in diesem Jahr kein Weihnachtskonzert geplant war, gestaltete am 30.11. der Chor die Messe in der St.-Barbara-Klinik mit und sang anschließend noch Advents- und Weihnachtslieder.

Der erste große Auftritt des Jahres 2004 war beim Kreis-Chorkonzert am 28.02.2004 in den Zentralhallen Hamm. Zum Abschluss des Konzertes sangen über 600 Sängerinnen und Sänger gemeinsam "Menschen für Menschen". Am 24.04.2004 wurde durch die Sängerinnen und Sänger die Beiratssitzung des Sängerbundes NRW im Mercure Hotel musikalisch umrahmt. Weiterhin wurde am Freundschaftssingen des MGV Nordenfeldmark und MGV Werne teilgenommen und die Verabschiedung von Pfarrer Chogalla musikalisch umrahmt.

Ein Ausflug zum ehemaligen Gelände der Landesgartenschau in Oelde stand für den 25.07.2004 auf dem Programm. Zur Vorbereitung auf das große Herbstkonzert fand am 18.07.2004 eine Stimmbildung mit der Sopranistin Gerburg Krabs-Lumpe im Gasthof Langerbein in Holsen statt. Eine weitere ganztägige Chorprobe fand dort am 18.09.2004 statt.

Zu dem großen Konzert am 10.10.2004 in den Zentralhallen waren die "German Tenors" verpflichtet worden. Der Gesangverein feierte nicht nur sein 115jähriges Bestehen, sondern auch das 25jährige Chorleiterjubiläum von Chordirektor Michael Tegethoff. "Vom Musical bis zur italienischen Folklore" wurde den fast 900 Zuhörern ein wahres Stimmfeuerwerk dargeboten.

Ein vorweihnachtliches Benefizkonzert für die Restaurierung der Orgel der Johannesgemeinde bildete am 28.11.2004 gemeinsam mit dem MGV Lipperbruch und MGV Werne den musikalischen Abschluss des Jahres.

Im Jahre 2005 gab es bei der Jahreshauptversammlung einen Wechsel im Vorstand. Maria Sandhoff gab nach 10 Jahren ihre Tätigkeit als 1. Vorsitzende des Gesangvereins auf, ihre Nachfolgerin wurde die bisherige 2. Vorsitzende Urlike Schäfer, neue 2. Vorsitzende wurde Helga Schwienheer. Maria Sandhoff wurde zur Ehrenvorsitzenden ernannt.

Traditionsgemäß wurde wieder der Karneval mit einer vereinsinternen Veranstaltung gefeiert. Am 17.04.2005 trat der Chor zusammen mit Deborah Sasson und Erkan Aki im Kurhaus auf. Der Chor war von Deborah Sasson, wohl auf die sehr positiven Kritiken nach dem Konzert mit den "German Tenors", zu ihren Konzerten mit dem Motto "Ich lade mir gern Gäste ein" gebeten worden.

Weitere Auftritte des Chores waren am 30.04.2005 in der Seniorenresidenz am Kurpark und am 18.06.2005 beim Stadtteilfest im Hammer Norden. Nach einer Wanderung durch den Hammer Norden und einem Ständchen am Tondernplatz wurde am 07.07.2005 ein gemütlicher Grillabend am Pfarrheim Maria-Königin veranstaltet. Zu einem Freundschaftssingen mit 9 weiteren Chören lud der Gesangverein am 04.09.2005 auf den Schulhof des Galilei-Gymnasiums ein.

Eine weitere Stimmbildung mit Gerburg Krapf-Lumpe, diesmal mit Beteiligung des MGV Lipperbruch und des MGV Werne, fand am 29.10. im Pfarrheim der Johannesgemeinde zur Vorbereitung auf das geistliche Konzert am 06.11.2005 in der Johanneskirche statt. Weitere Mitwirkende beim Konzert waren der MGV Lipperbruch und der MGV Werne sowie die Sopranistin Gerbrug Krapf-Lumpe.

Erkan Aki, der schon bei dem Konzert im April mit dabei war, lud den Gesangverein zur Teilnahme an einem weiteren Konzert am 01.12.2005 ins Kurhaus Bad Hamm ein.

Die Jubilarehrung des Jahres 2005 wurde dieses Mal bei der traditionellen Weihnachtsfeier vorgenommen. Andreas Schrader wurde für 25 Jahre aktives Singen geehrt. Pfarrerin Bunse-Großmann erhielt einen mit 200 Euro gefüllten Nikolausstiefel für die Restaurierung der Orgel in der Johanneskirche.

Im April 2006 musste der Gesangverein seinen ältesten, aktiven Sänger Karl Lange kurz vor seinem 91. Geburtstag beerdigen.

Im Juni fand vom 23.06. bis 25.06. eine Moselfahrt statt. Bei einem Ausflug nach Trier trat der Chor auch im dortigen Dom auf. Am 20.07.2006 fand wieder ein gemütlicher Grillabend mit Jubilarehrung statt. Geehrt wurden diesmal: 50 Jahre aktive Sängerin Klärchen Bernhardt, 40 Jahre aktive Sängerin Erika Biermann, 25 Jahre aktiver Sänger Albert Becker.

Am 03.12. nahm der Chor am Weihnachtskonzert des MGV Werne teil, und ein weiteres Benefizkonzert für die Restaurierung der Orgel der Johannesgemeinde wurde am 17.12.2006 in der Johanneskirche gegeben. Insgesamt kamen an diesem Tag 1.474,50 Euro für die Restaurierung der Orgel zusammen.

Bei der Jahreshauptversammlung am 06.01.2007 löste Edith Baumjohann Magdalene Wehrenberg als Schatzmeister ab. Bereits im März des Jahres begann der Kartenvorverkauf für das Konzert mit den "Five Gentlemen" im November.

Ilona Hampel und Claudia Witt wurden im Rahmen einer Feierstunde am 14.06.2007 für 25 Jahre aktives Singen geehrt.

Rund 700 Zuhörer waren zu dem Konzert der "Five Gentlemen" mit dem Gesangverein Konstantia in die Zentralhallen Hamm gekommen, um sich "Wiener Spezialitäten" und Evergreens aus der großen Zeit der UFA-Tonfilme anzuhören.

Im Jahre 2008 wurde zum ersten Mal Weiberfastnacht groß gefeiert, die gesonderte Karnevalsfeier, zu der leider in den letzten Jahren immer weniger gekommen waren, entfiel dafür.

Zum Offenen Singen auf dem Schulhof des Galilei-Gymnasiums lud der Chor am 27.04.2008 11 weitere Chöre ein. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen konnte die gesamte Veranstaltung im Freien stattfinden und war ein voller Erfolg. Am 31.05.2008 nahm der Gesangverein am Offenen Singen in Rhynern und am 14.06.2008 beim Stadtteilfest im Hammer  Norden teil. Am 26.10. fand in der Maria-Königin-Kirche ein Geistliches Konzert statt. Weitere Beteiligte waren der MGV Lipperbruch, der MGV Overhagen und der MGV Werne. Als Sopranistin konnte wieder Gerburg Krapf-Lumpe und am Klavier Ulrike Naundorf-Runte verpflichtet werden. Ein vorweihnachtliches Konzert fand in diesem Jahr am 30.11. zu Gunsten der Lambertischule in Dolberg statt.

Im Jahr 2009 nahm der Chor am 25.04. an einer Matinee des Gesangvereins Berge in der Konrad-Adenauer-Realschule teil. Ein Baum für die Obstbaumwiese am Großen Sandweg wurde im Juni gespendet. Der Ausflug des Chores am 22.08.2009 führte die Sängerinnen und Sänger zunächst in die Attahöhle und dann bei herrlichem Wetter zu einer Schifffahrt auf den Biggesee.Ein neues Chorfoto wurde am 01.10. in der Kirche Maria-Königin "geschossen". Am 06.12.2009 fand dann in der fast ausverkauften Herz-Jesu-Kirche das Konzert mit den "German Tenors" statt, dass sich der Verein zum 120jährigen Bestehen und 30jährigen Chorleiterjubiläum schenkte. Abschluss des Jahres war dann das Weihnachtskonzert in der St.-Antonius-Kirche in Overhagen und die Weihnachtsfeier im Pfarrheim Herz-Jesu.

In der Jahreshauptversammlung am 07.01.2010 überreichte die 1. Vorsitzende Ulrike Schäfer Pfarrer Markfort als Dank für die Überlassung der Herz-Jesu-Kirche für das Konzert mit den "German Tenors" und Gerd Baumjohann als Kassierer des Fördervereins des Christlichen Hospizes Rotes Läppchen je einen Scheck über 250 Euro. Am 06.03.2010 sang der Chor zur Eröffnung des Kreis-Sängertages im Kurhaus Bad Hamm. Im April verstarb Ehrenvorstandsmitglied Irmgard Weltermann, die 59 Jahre Vereinsmitglied und über 50 Jahre im Vorstand tätig war.

Eine große Veränderung ergab sich im Mai des Jahres. Nach vielen Jahren der Chorprobe im Pfarrheim Maria-Königin wechselte der Chor nun ins Schützenheim des Allgemeinen Schützenvereins Nordenfeldmark, da seitens der Kirche eine anderweitige Nutzung des Pfarrheims vorgesehen war.

Zu Ehren des Schützenkönigs Albert Walkowiak gestalteten die Sängerinnen und Sänger die Schützenmesse am 21.05. mit. Ein weiterer Auftritt war am 19.06. beim Stadtteilfest Hammer Norden. Die Jubilarehrung fand beim Herbstfest im Kleingarten Killwinkel am 30.10.2010 statt. Hildegard Lange wurde für 60 Jahre aktives Singen geehrt, Ursula Haugwitz, Ferdinand Pietz und Agnes Weimann für 50 Jahre aktives Singen, Bernhard Gerken für 40 Jahre sowie Doris Geberbauer und Edeltraud Spangemacher für 25 Jahre aktives Singen.

Am 20.02.2011 fand in der ausverkauften Herz-Jesu Kirche das Jubiläumskonzert von Peter Orloff und den Schwarzmeerkosaken unter Mitwirkung des Gesangvereins Konstantia statt. Über 800 begeisterte Zuhörer spendeten lang anhaltenden Applaus. In den Monaten März und April vertrat  Ulrike Naundorf-Runte den erkrankten Chorleiter Michael Tegethoff.  Am 28.05.2011 führte uns ein Tagesauflug zum Rhododrendonpark in Westerstede und nach Bad Zwischenahn. Der Auftritt im Park konnte noch bei Sonnenschein absolviert werden. Ein Offenes Singen, zu dem 9 weitere Chöre geladen waren, fand am 17.07.2011 auf dem Schützenplatz statt. Hier hatten wir uns den richtigen Sonntag in den ansonsten verregneten Sommerwochen ausgesucht. Am 11.08.2011 fand der übliche Grillabend vor der Sommerpause statt. Maria Sandhoff und Helga Schroeer wurden für 40 Jahre aktives Singen geehrt, Helga Schwienheer für 25 Jahre aktives Singen.  Zum Abschluss des Jahres veranstaltete der Chor zusammen mit den MGV Lipperbruch, Overhagen und Werne am 27.11.2011 ein vorweihnachtliches Konzert in der Johanneskirche. Weitere Mitwirkende waren die Solistin Eva-Maria Kapellari, die Pianistin Ulrike Naundorf-Runte und das Bläserensemble walibo brass. Als Solisten aus eigenen Reihen waren Ferdinand Pietz und Bernhard Gerken zu hören. Die ausverkaufte Kirche und das anschließende gemütliche Beisammensein im Gemeindehaus ergab ein schönes Rücklagenpolster für die anstehenden Feierlichkeiten zum 125jährigen Bestehen des Gesangvereins im Jahre 2014. Sorgen bereitet nur der Mitgliederschwund auf Grund der Altersstruktur, so haben wir in 2011 wieder 3 aktive Sängerinnen durch Tod verloren.

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